Castello Estense (Arquà Polesine)
Castello Estense (Arquà Polesine) · Threecharlie · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
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Geschichte · Arquà Polesine

Castello Estense in Arquà Polesine

Turm, Graben und ein Geheimgang, den niemand fand

Epoche
12. Jahrhundert (1146); Adelssitz ab dem späten 15. Jahrhundert
Wo
Via Mazzini 18-30, 45031 Arquà Polesine (RO)

Das nationale Tourismusportal nennt sie das am besten erhaltene mittelalterliche Bauwerk des Polesine. Die Burg von Arquà stammt aus der Mitte des 12. Jahrhunderts; die Quellen nennen das Jahr 1146.

Laut der Region Venetien ließ Guglielmo III. Adelardi dei Marchesella zwischen 1140 und 1146 eine Reihe von Befestigungen im Polesine errichten. Sie sollten seine Besitzungen gegen die Ansprüche der Familie d’Este verteidigen.

Im Namen steckt ein Paradox. Heute nennen wir sie die „Estensische“ Burg, doch nach den regionalen Quellen entstand sie durch einen Herrn, der sich gerade gegen die Este befestigte. Manchmal gibt die Geschichte am Ende den Rivalen den Namen.

Eine Festung, die man noch lesen kann

Die Anlage ist noch deutlich zu erkennen. Da ist ein Zinnenturm mit drei Geschossen. Da ist der Hauptbau, der sich auf einen weiten Hof mit dreizehn Bögen aus dem 17. Jahrhundert, die Ställe und den Kornspeicher öffnet. Und rundherum verläuft noch immer der Wehrgraben, wie in den Jahrhunderten, in denen er wirklich gebraucht wurde.

Man muss nur den Hof durchqueren und den Blick zu den Zinnen des Turms heben, um zu ermessen, wie viel Raum und Sorgfalt man der Verteidigung widmete.

Von der Festung zum Wohnsitz

Ende des 15. Jahrhunderts fiel der Polesine an Venedig; die Region nennt als Datum 1482. Unter der neuen Herrschaft verlor die Burg ihre militärische Aufgabe und wurde zum Adelssitz.

Zu diesem zweiten Leben gehören die Fresken mit mythologischen Motiven im Hauptgeschoss. Sie lassen sich zwischen dem Ende des 16. und dem Beginn des 17. Jahrhunderts datieren. Wo man einst nach dem Feind Ausschau hielt, lebte man nun zwischen gemalten Göttern und Helden.

Rund um die Burg

Neben der Burg steht die Barchessa, ein landwirtschaftlicher Wirtschaftsbau. Hier wohnten die Landarbeiter, und vielleicht lagen hier die Küchen. Nicht weit entfernt liegt die Villa Pasqualini Canato, ein Jagdhaus aus derselben Zeit, mit einem schönen Garten.

Die Burg gehört der Gemeinde. Jahrelang waren in einigen ihrer Räume die Gemeindeämter untergebracht. So steht die alte Festung, die einst einen Herrn schützen sollte, heute im Dienst einer ganzen Gemeinschaft.

Quellen

  1. Regione Veneto – Veneto Around Me
  2. Italia.it
  3. MuseiOnline

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