Castello, mura e Torre Donà (Rovigo)
Castello, mura e Torre Donà (Rovigo) · Threecharlie · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
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Geschichte · Rovigo

Castello di Rovigo und die Türme Donà und Grimani

Die zwei Türme, aus denen die Stadt hervorging

Epoche
10. Jh. (Ursprünge), 12.–13. Jh. (Türme)
Wo
Piazza Giacomo Matteotti, 45100 Rovigo

Eine Festung an der Etsch

Die beiden Türme, die über den Gärten der Piazza Matteotti aufragen, sind das, was von der Burg geblieben ist, aus der Rovigo hervorging. Alles beginnt im 10. Jahrhundert mit dem Bischof von Adria, Paolo, genannt Cattaneo. Die Ungarn hatten seine Stadt verwüstet. Nach der urkundlichen Überlieferung erlaubte ihm 920 eine Bulle von Papst Johannes X., eine Befestigung zu errichten, um die Bevölkerung vor den Überfällen zu schützen. Die Verteidigungsanlagen, so berichten die Quellen, waren 945 bereits fertig. In wenigen Jahrzehnten wurde aus einem Durchgangsort eine befestigte Stadt.

Die Festung stand auf einem künstlichen Erdwall am alten Lauf der Etsch. Sie war militärischer Stützpunkt und zugleich Kontrollpunkt für den Handelsverkehr. Der erste Kern war wohl ein wuchtiger Turm, umgeben von Palisaden. Im Lauf der Jahrhunderte wurde daraus eine Anlage mit acht Türmen. Laut der Region Venetien verstärkten sie im 14. Jahrhundert die Carraresi und später Venedig.

Zwei Türme, zwei Schicksale

Die Torre Donà, nach Angaben der Region Venetien im 13. Jahrhundert erbaut, trägt den Namen der venezianischen Adelsfamilie Donà. Sie gilt als einer der höchsten mittelalterlichen Türme Italiens und kontrollierte mit ihrer Masse den Zugang zur Stadt. Daneben steht die niedrigere Torre Grimani. Zusammen wirken sie wie zwei ungleiche Schwestern: die eine noch stolz, die andere von der Zeit gezeichnet. Beide neigen sich leicht. Diese Schräglage wird dem sumpfigen Boden zugeschrieben, auf dem sie stehen.

Als die militärischen Aufgaben schwanden, verlor die Burg ihre Rolle. Die Mauern wurden teils in Häuser einbezogen oder nicht mehr instand gehalten, vor allem in den letzten Jahrhunderten der Serenissima, der Republik Venedig. Ein Großteil der Befestigungen wurde im 19. und 20. Jahrhundert abgerissen. Heute bilden die Türme und die erhaltenen Mauerstücke die Kulisse eines öffentlichen Gartens im Herzen der Stadt. Tausend Jahre Geschichte lassen sich auf wenigen Metern Ziegelstein ablesen: die Festung des Bischofs, die Burg der Este, die vergessenen Mauern, der Garten von heute. Wer Rovigo verstehen will, beginnt am besten hier und hebt den Blick.

Quellen

  1. Regione Veneto – Veneto Around Me
  2. Rovigo Convention & Visitors Bureau (ENIT)
  3. Ufficio Scolastico Regionale per il Veneto
  4. Atlas Obscura
  5. Venetoway
  6. Wikipedia

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