Duomo di Rovigo, facciata
Duomo di Rovigo, facciata · Atigra · CC BY-SA 2.5 · Wikimedia Commons
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Sakraler Ort · Rovigo

Dom (Konkathedrale) Santo Stefano

Die Kirche der Bischöfe mit der nie vollendeten Fassade

Epoche
Seit dem 10. Jahrhundert; heutiger Bau ab 1696
Wo
Piazza Duomo 5, Rovigo

Keine andere Kirche ist so eng mit dem Bischof der Stadt verbunden wie der Dom von Rovigo. Laut den Reiseführern reichen seine Ursprünge bis 964 zurück, vielleicht über einer älteren Pfarrkirche. Den entscheidenden Schritt belegt das Diözesanarchiv. Im 10. Jahrhundert verlegte Bischof Paolo mit Erlaubnis von Papst Johannes X. seinen Wohnsitz von Adria nach Rovigo. An der Seite des Bischofs brauchte es ein Kapitel von Kanonikern, und dieses Kapitel entstand hier, am Dom. 1771 zählte es zwölf Kanoniker und acht Mansionare.

Vom Verfall zur Kuppel

Ein erster Umbau der Kirche erfolgte im 15. Jahrhundert. 1636 war sie so heruntergekommen, dass Bischof Retano die Tätigkeit des Kapitels für eine Zeit aussetzte. Die Wende kam 1696. Bischof Carlo Labia, venezianischer Patrizier und Literat, ließ die Kirche nach Plänen des Paduaners Girolamo Frigimelica neu errichten.

Die große achteckige Kuppel, die die Silhouette des Baus beherrscht, wurde ab 1791 neu errichtet; den Entwurf erhielt Giuseppe Sabadini. Die Backsteinfassade dagegen blieb trotz mehrerer Anläufe unvollendet. Bis heute ist sie eines der merkwürdigsten Bilder des Zentrums: eine bedeutende Kirche, die sich dem Platz wie eine angehaltene Baustelle zeigt.

Eine halbe Kathedrale

1780 erlaubte Bischof Speroni degli Alvarotti den Kanonikern, die Insignien einer Kathedrale zu tragen. 1867 zog der italienische Staat die Güter des Kapitels ein. 1901 stellte Leo XIII. das Kapitel wieder her. Mit dem neuen Namen der Diözese, Adria-Rovigo, wurde Santo Stefano schließlich Konkathedrale, neben der Kathedrale von Adria. Die Quellen nennen 1986 oder 1987.

Im Inneren bewahrt der Dom Werke von Rang. Neben dem Auferstandenen Christus von Palma il Giovane gibt es das Bild der Jungfrau, die dem heiligen Simon Stock das Skapulier reicht, von Andrea Michieli, genannt il Vicentino, und zwei Gemälde mit Heiligen, die Benvenuto Tisi, genannt il Garofalo, zugeschrieben werden.

Neben dem Dom stand einst eine kleine Kirche, die der Seligen Jungfrau der Gnaden geweiht war und auf die Zeit um das Jahr 1000 zurückgeführt wird. Von der Kapelle ist ihr Herz geblieben: das Fresko der Madonna mit Kind aus dem 15. Jahrhundert, das sich heute auf dem Altar des Doms befindet.

Quellen

  1. Diocesi di Adria-Rovigo – Archivio (Duomo di Rovigo)
  2. MuseiOnline
  3. VenetoWay
  4. GCatholic
  5. Visit Rovigo

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