Cattedrale dei Santi Pietro e Paolo, sacello della seconda cattedrale (Adria)
Cattedrale dei Santi Pietro e Paolo, sacello della seconda cattedrale (Adria) · Threecharlie · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
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Sakraler Ort · Adria

Kathedrale von Adria und byzantinische Krypta

Zwei Kathedralen und sechs Apostel unter der Erde

Epoche
9.–10. Jahrhundert (Krypta, Datierung umstritten); 1830–1882 (Kathedrale)
Wo
Piazza Cattedrale, 45011 Adria (RO)

In Adria, der Stadt, die der Adria ihren Namen gab, stehen sich zwei Kathedralen nur wenige Schritte voneinander gegenüber. Die größere ist die Kathedrale Santi Pietro e Paolo, Sitz der Diözese Adria-Rovigo. Die andere ist die Alte Kathedrale, dem heiligen Johannes (San Giovanni) geweiht, die bis heute als Pfarrkirche dient. Gemeinsam erzählen sie mehr als tausend Jahre Kirchengeschichte.

Die Kirche, die immer wieder neu entstand

Die alte Kirche wurde mehrfach umgebaut. 1407 baute man sie dreischiffig neu auf. 1463 wurde sie restauriert, und am 22. Mai 1644 erhielt sie eine neue Weihe. 1686 wurde auch der Glockenturm neu errichtet.

1830 beschloss man, der Stadt einen neuen Dom zu geben, und ein Teil des alten Baus wurde abgerissen. Die neue Kathedrale war bereits 1836 in Gebrauch, mit Altären, Orgel und Sängerempore. Geweiht wurde sie jedoch erst am 10. September 1882, durch Bischof Giuseppe Apollonio.

Es ist ein mächtiger Bau: rund 70 Meter lang und 33 Meter breit, mit einem frei stehenden, etwa 60 Meter hohen Glockenturm. Die Backsteinfassade blieb unvollendet, wie eine Rede, die mittendrin abbricht.

Die Apostel unter der Erde

Gerade die Grabungen von 1830 brachten die bewegendste Entdeckung. Aus dem Boden kam ein kleines freskiertes Sakellion zum Vorschein, ein Kapellenraum, vielleicht die Apsis einer noch älteren Kathedrale.

Von den Wänden blicken sechs Apostel in Medaillons, die sogenannten imagines clipeatae, begleitet von lateinischen Inschriften. Die Quellen bezeichnen ihren Stil als byzantinisch oder karolingisch. Es sind Gesichter, die die Jahrhunderte durchquert haben und fast schweigend bis zu uns gelangt sind.

Wie alt dieses Sakellion ist, bleibt eine offene Frage. Die Quellen schwanken zwischen dem Ende des 9. und der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts, und manche nehmen einen noch früheren Ursprung an.

Die Krypta hat auch schwere Prüfungen erlebt. Beim Hochwasser im Polesine 1951 wurde sie stark beschädigt. Heute ist sie das verborgenste Herz dieses Ortes: der Punkt, an dem die Geschichte Adrias unter die Oberfläche hinabsteigt und zur Erzählung in Bildern wird.

Quellen

  1. Wikipedia (en)
  2. Wikipedia (it)
  3. GCatholic.org
  4. GCatholic.org
  5. Italiani.it

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