Torre Pighin (Rovigo)
Torre Pighin (Rovigo) · Threecharlie · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
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Geschichte · Rovigo

Die Stadtmauern von Rovigo, die Torre Pighin und die verschwundenen Tore

Auf den Spuren der ummauerten Stadt

Epoche
12.–14. Jh. (Mauern), 15.–18. Jh. (Tore)
Wo
Via Renato Otello Pighin 26, 45100 Rovigo (Torre Pighin)

Rovigo war einst eine ummauerte Stadt. In den 1130er-Jahren begannen die städtischen Vizegrafen im Namen der Este, einen Mauerring aus Ziegeln zu errichten. Nach Angaben der Region Venetien wurden die fünfeckigen Mauern in den ersten Jahrzehnten des 14. Jahrhunderts vollendet. Entlang des Rings öffneten sich mehrere Tore. Jedes trug den Namen der nahen Kirche oder Straße. Jahrhundertelang musste, wer nach Rovigo kam, durch eine dieser Öffnungen.

Die verlorenen Tore

Die Tore ereilten ganz unterschiedliche Schicksale. Die Porta San Giovanni von 1503 war nach einer kleinen Kirche in der Nähe benannt. Sie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts abgerissen. Die Porta Arquà, ebenfalls von 1503, entstand unter der Herrschaft von Andrea Erizzo und trug das Wappen des Dogen Leonardo Loredan. Sie fiel 1845. Die Porta San Francesco, 1697 neu errichtet, wurde 1892 abgebrochen. Der Portello, das kleine Fußgängertor beim Castello, verschwand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In weniger als fünfzig Jahren, zwischen 1845 und 1892, verlor die Stadt die meisten ihrer historischen Eingänge.

Erhalten sind die Porta San Bortolo, die Reste der Porta Sant’Agostino und die Torre Pighin. Für die Region Venetien ist der Turm „der einzige Überrest eines Wachturms“ unter jenen, die einst die Mauern gliederten. Ein unscheinbares Fragment, aber ein kostbares: der letzte Wächter eines verschwundenen Verteidigungssystems. Seit dem 18. Jahrhundert ist er ein Wohnhaus. Man erkennt ihn am großen Kamin an der Fassade. Zu beiden Seiten stehen kleine Gebäude, die im Lauf der Jahrhunderte an den Mauerring gebaut wurden.

Ein Rundweg zum Nachgehen

Heute lässt sich der Verlauf der Mauern auf einer Route nachgehen, die die Region vorschlägt. Sie beginnt am Castello und führt über den Corso del Popolo, das einstige Bett des Adigetto (eines Seitenarms der Etsch), dann über die Via Mure San Giuseppe, den Viale Trieste, die Piazza XX Settembre, die Via Bortoloni und die Piazza Merlin. Zurück geht es über die Via Pighin, die Via Mure dell’Ospedale und die Via Grimani. Viele Abschnitte des Mauerrings stecken heute in den Häusern. Auf den ersten Blick fallen sie nicht immer auf. Um sie zu entdecken, genügt es, langsam zu gehen und die Mauern aufmerksam zu betrachten.

Quellen

  1. Regione Veneto – Veneto Around Me
  2. Regione Veneto – Veneto Around Me
  3. Italiani.it
  4. Wikipedia

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